Aus seinem Leben - In Kiel bis zu seinem Tod am 12.4.1994

Der neue Anfang.

So überscheibt Heinrich Basedow die Zeit ab Frühjahr 1947. Er wohnte weiter in Elmschenhagen in einer Dachkammer, seit Mai 1951 nur ein paar Häuser weiter. 'Der Wald des Klosters Preetz und das Bauernland sind nur fünf Minuten entfernt.' 'Ich sah mir nun das Land an'. Im Rönner Gehege wanderte und zeichnete er, malte die beiden Töchter eines Bauern in Pohnsdorf und eine Kaufmannstochter in Raisdorf. Auftraggeber und Käufer seiner Bilder waren zunächst nur Ärzte (nach LE).

Heinrich Basedow war mit der Waldkapelle "Zum ewigen Troste" in Neuwühren eng verbunden. Dafür sprechen nicht nur die dort eingebrachten Kunstwerke. Er wanderte auch oft von Kiel zu den Gottesdiensten und gehörte (ab 20.5.1978 als Beisitzer) zweitweise zum Vorstand des Kapellenvereins.

Mit seinem aufrechten, bescheidenen und geradlinigen Charakter gewann Heinrich Basedow zahlreiche Freunde, von denen einige auch für die Waldkapelle arbeiteten:

 

 

Bildnis "Prof. Dr. Hayo Gerdes", Tempera-Öl auf Holz, 70 x 50 cm, 1974

 

Auf den Beruf der Modelle verweisen 'etwa durch Amtskleidung und Kirchenfenster bei dem Portrait von Pastor Pinn..., durch Talar und das kostbare, alte Buch im Portrait des Theologen Prof. Dr. Hayo Gerdes... Neu ist in dem letztgenannten Bild die detailliert ausgeführte Landschaft im Hintergrund, die, zusammen mit der weniger aggressiven Deutung des Antlitzes des Theologen, verbindlicher und liebenswürdiger wirkt als viele der bisher erwähnten Bildnisse (WERKE, S. 52).

 

Prof. Gerdes hält ein von ihm übersetztes Buch des dänischen Theologen Sören Kirkegaard in der Hand, wie wir von der Witwe Elisabeth Gerdes erfahren. Hayo Gerdes redigierte die Manuskripte beider Biographien.

 

Pastor Pinn und die Professoren der Religionspädagogik Dr. Hayo Gerdes und Dr. Walter Bodenstein, beide an der Pädagogischen Hochschule Kiel tätig, gründeten 1974 die regelmäßigen Professorenpredigten. Zu ihnen gesellten sich zahlreiche Hochschullehrer der unterschiedlichsten Fakultäten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Das Grab von Heinrich Basedow befindet sich auf dem Friedhof in Kiel-Elmschenhagen. Die Rose auf der Stele ist ein Detail aus dem Bild "Barmherziger Samariter". Direkt nebenan ist sein Freund Hayo Gerdes begraben.
 

 

Bildnis "Dr. med. Heinz Müller", Tempera-Öl auf Holz, 47 x 37 cm, 1965
 

Den Referenten für schwere Flak in der Brigade, Oberleutnant Heinz Müller, lernte Basedow während des Zweiten Weltkrieges kennen (LE, S. 98). Nach dem Krieg sah Dr. med. Müller aus Hamburg das Bild "Die Spargelstecherin" bei einem Kieler Arzt. Es beeindruckte ihn so stark, dass er der Sammler seiner Bilder, sein Freund (LE, S. 106) und der Herausgeber der beiden Biographien wurde.

Ihm kommt das große Verdienst zu, das künstlerische Schaffen Heinrich Basedows in wesentlichen Teilen gesichert und erhalten zu haben

 

Bildnis "Frau Rosemarie Müller", Tempera-Öl auf Holz, 47 x 37 cm, 1958
 

Das von Dr. Heinz Müller zu Heinrich Basedows Leben und Werk zusammengetragene Material hat die Witwe Rosemarie Müller dem Potsdam-Museum - Forum für Kunst und Geschichte - geschenkt.
 

Wir danken dem Förderverein des Potsdam-Museums e. V. und Frau Rosemarie Müller für die Überlassung der Abbildungen.
 

Der persönliche Nachlaß des Künstlers wurde der Pommernstiftung übergeben und befindet sich heute im Pommerschen Landesmuseum, Greifswald. Dieses Museum bewahrt auch einige Gemälde und Zeichnungen von Heinrich Basedow. Die Stiftung Pommern hat 1984 dazu einen kleinen Ausstellungskatalog erstellt: "Heinrich Basedow: Gemälde und Zeichnungen".  mh 

 

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